Wie wählen Sie Ihren Projektleiter aus?
Im Laufe seiner Entwicklung durchläuft jedes Unternehmen Phasen der Transformation – sei es zur Einführung einer neuen Organisationsstruktur, zur Bewältigung einer Fusion oder Übernahme, einer Restrukturierung oder zur Umsetzung einer neuen strategischen Ausrichtung.

Solche strategischen Transformationen erfordern ein eigenes, detailliertes Management in Form eines spezifischen Projekts, um den Erfolg sicherzustellen und Pannen oder eine Verwässerung der Prioritäten zu vermeiden. Da dieser Prozess zeitlich begrenzt ist, muss unbedingt die Person gefunden werden, die ein solches strategisches Projekt führen und abliefern kann.
Auf der Suche nach einem strategischen Projektleiter besteht der erste Reflex eines Unternehmens oft darin, einen bestehenden Projektleiter zu ernennen oder einen internen Verantwortlichen in Projektmanagement weiterzubilden.
Manche Unternehmen verfügen bereits über Projektleiter im technischen oder kommerziellen Bereich; deren Projekte beschränken sich jedoch in der Regel auf technische oder administrative Aspekte im Rahmen einer Abteilung oder des Verkaufs einer Anlage.
Bei strategischen Projekten erstreckt sich der Projektumfang auf mehrere oder gar alle Abteilungen des Unternehmens und bezieht Beteiligte verschiedener Hierarchiestufen und unterschiedlicher Kompetenzen ein. Die Auswirkungen des Projekts sind für die Zukunft des gesamten Unternehmens von grosser Bedeutung.
Der generische Begriff «Projektleiter» kann daher zu Verwechslungen führen und Äpfel mit Birnen vermischen. Das ist eine Falle: Auch wenn die Stellenbezeichnung identisch ist, verlangen so unterschiedliche Projekte ganz unterschiedliche Profile und Erfahrungen.
Befördern oder einstellen?
Die Erfahrung zeigt, dass die Unternehmensleitung bei dieser Entscheidung häufig einen internen Verantwortlichen ernennt. Diese Lösung erscheint auf den ersten Blick sinnvoll, vernachlässigt aber grundlegende Aspekte:
- Die Verantwortung für ein strategisches Projekt kann nicht einfach eine weitere Aufgabe sein, die einem Verantwortlichen übertragen wird. Die Vermischung der Aufgaben führt unweigerlich zu Interessen- und Prioritätenkonflikten zwischen seinen primären operativen Verpflichtungen und dem Projekt. In diesem Fall ist das Projekt klar gefährdet.
Diese Person muss daher vollständig aus ihrem Tagesgeschäft herausgelöst und ausschliesslich dem Projekt gewidmet werden. Die ursprüngliche Stelle muss ersetzt werden. - Die komplexe Führung eines strategischen Projekts erfordert fundiertes Wissen und ausgewiesene Erfahrung im Management. Es ist nützlich, daran zu erinnern, dass der Projektleiter für ein Projekt verantwortlich ist und nicht für die Mitarbeitenden, die es umsetzen. Der Unterschied ist vielleicht subtil, aber wichtig.
Bei einem strategischen Projekt muss der Projektleiter mit der Unternehmensleitung und teilweise mit externen Firmen zusammenarbeiten. Ausgewiesene Erfahrung in der Unternehmensführung und im Führen von Menschen ist daher eine unumgängliche Anforderung, die sich durch die Beförderung einer internen Person oft nur schwer erfüllen lässt.
Diese erste Feststellung führt die Unternehmensleitung dazu, die Einstellung einer neuen Mitarbeiterin oder eines neuen Mitarbeiters als strategischer Projektleiter in Erwägung zu ziehen.
Da ein Projekt von Natur aus zeitlich begrenzt ist, ist diese Lösung im Hinblick auf die tatsächliche Auslastung und die Dauerhaftigkeit der Stelle wenig effizient.
Zudem muss sich das Unternehmen langfristig binden und die mit einer Neueinstellung verbundenen Risiken und Verpflichtungen eingehen.
Die Wahl zwischen interner Beförderung und Neueinstellung folgt einer ausschliesslich autarken Sicht auf das Unternehmen. Dabei gibt es einen oft vernachlässigten Weg mit unterschätzten Vorteilen: die Miete eines strategischen Projektleiters.
Eine elegante Lösung: mieten!
Die Miete eines externen strategischen Projektleiters bietet entscheidende Vorteile:
- Kompetenz: Der externe Projektleiter bringt langjährige, bewährte Erfahrung und Know-how mit. Seine Werkzeuge und Methoden sind sofort einsetzbar. Seine Erfahrung aus anderen Unternehmen und Projekten ist ein Gewinn in Bezug auf «Best Practices» und Beratung. Das Unternehmen profitiert von seiner Expertise weit über seine Präsenz hinaus.
- Objektivität: Der externe Projektleiter ist nur für begrenzte Zeit tätig und macht bei Ihnen keine Karriere. Er ist politisch nicht involviert und daher objektiver; die Versuchung, unangenehme Aspekte zu verschweigen, entfällt.
- Neutralität: Der externe Projektleiter verfolgt einen neutralen Ansatz. Er hat keine persönlichen Interessen und ergreift bei Spannungen oder Konflikten nicht Partei. Seine Neutralität und seine Führungserfahrung helfen, potenzielle Konflikte zu entschärfen.
- Wirtschaftlichkeit und Kontrolle: Das Unternehmen investiert in die Dienste des Projektleiters nur entsprechend dem Bedarf des Projekts, nach der Devise «so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig». Die Investition in den externen Projektleiter ist zeitlich begrenzt, während sich die Ergebnisse langfristig auswirken.
Die Leitung eines Unternehmens, das vor einer strategischen Transformation steht, sollte daher die verschiedenen Szenarien und Lösungen sorgfältig prüfen, bevor sie sich für einen strategischen Projektleiter entscheidet.
Die Partner von Enatis unterstützen Sie gerne bei diesen Überlegungen, unverbindlich.
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